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Im Jahre 1315 wird Aufhausen als Filiale der Pfarrei Erding erwähnt. Während in der Sunderdorfer Matrikel dieser Hinweis fehlt, zitiert Pfarrer Fischer, daß am 20.5.1628 der Freisinger Bischof Veit Adam (1618-1651) der Schloßbesitzerin Salome Schrenk auf Aufhausen für deren Lebenszeit erlaubte, bei ihrer Anwesenheit in der Schloßkapelle auf einem Tragaltar durch einen Welt- oder Klostergeistlichen eine Messe feiern zu lassen. Es muß also schon im mittelalterlichen Schloßtrakt eine Kapelle vorhanden gewesen sein.

In der Schmidtschen Matrikel aus dem Jahre 1738 steht: „In dieser Kapelle ist ein einziger Altar zu Ehren der hl. Maria Magdalena. Der Weihetag dieser Kapelle fällt auf den Sonntag nach Maria Geburt. Patrozinium wird am Magdalenentag gefeiert." Anton Mayer führt in seiner Diözesanbeschreibung 1874 auf, daß das Erbauungsjahr der Schloßkapelle unbekannt ist, nach Wening wohl um 1720. Die Baupflicht hat die Gutsherrschaft. Im Dachreitertürmlein hängt eine Glocke. Am 25. August 1720 hat Fürstbischof Johann Franz von Freising (1695-1727) die Kapelle geweiht. Kein bestimmter Gottesdienst.
Nach dem Baustil der Ostwand und des Türmchens hat diese Anton Kogler ausgeführt.

1986 wurde das Bauwerk durch den neuen Schloßbesitzer Frh. von Hammerstein saniert, 1987 erhielt der rechteckige Innenraum eine neue Fassung und neue Empore. Die Figuren des Altaraufbaues Christus am Kreuz, darunter Maria Magdalena, stammen vermutlich von Christian Jorhan d. Ä. Genauere Angaben darüber können aber erst gemacht werden, wenn diese Fguren wieder gefaßt sind. Wenn man die Angaben der Kirchenweihen bei Mayer-Westermayer aus dem Jahre 1874 in einer Übersicht zusammenstellt, muß der Freisinger Fürstbischof Johann Franz Ecker von Kapfing (1695-1727) mehrere Tage in der Pfarrei Erding geweilt haben.

Er benedizierte am 21.6.1717 die Filialkirche Itzling, am 22.6.1717 Pretzen und am 23.6.1717 Indorf. Am 25.8.1720 weihte er die Schloßkapelle Aufhausen und am 20.8.1724 die neue Pfarrkirche. Nach Meichelbeck hat der sehr eifrige Bischof an diesen Tagen auch das Sakrament der Firmung an viele Gläubige aus der näheren und weiteren Umgebung gespendet.

Die Plastik über dem Altar unter dem Kruzifix stellt die Heilige Magdalena dar.